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Wartest Du noch oder lebst Du schon? |
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13.Akt: Das Warten auf´s Christkind… Montag der 20.06.2011. Mittlerweile haben wir 6 Tage auf den angekündigten Rückruf gewartet...nix…Fräuchen geht davon aus dass unser Telefon defekt ist, weil es so eine Schlamperei doch gar nicht geben kann, wir leben doch in Deutschland und nicht in Timbutku und IKEA ist doch eine große Firma die mit Ihren Kunden nicht so umgeht. Die ständigen Kontrollanrufe vom Handy aus um sie vom einwandfreien Zustand unsere Telefons zu überzeugen nerven mich...ich überlege wie es weitergehen kann da ich auf weitere Gespräche an der Hotline und die bedauernden Bekundungen wie leid dem jeweiligen Mitarbeiter dies doch alles tut keinen Bock mehr habe. Fräuchen hat mittlerweile dem seit 3 Wochen bei uns in der Wohnung stehenden Karton mit dem falsch gelieferten „Solsta“ Sessel einen Namen gegeben, er heißt jetzt „Dummi“, weil er so dumm in der Gegend rumsteht und ich habe mir fest vorgenommen, dass ich spätestens wenn Fräuchen ihm Futter und Wasser hinstellt, IKEA definitiv verklagen werde...Danny Crane wird’s schon machen, der hat schließlich noch nie verloren... Fräuchen überzeugt mich nun endlich den schriftlichen Weg einzuschlagen da man offensichtlich über die Hotline einfach nicht weiterkommt…ich willige widerstandslos ein, mit ihr ist eh zur Zeit nicht gut Kirschen essen aufgrund des täglichen Kampfes wer denn nun die Beine ausstrecken darf, wobei ich meistens gewinne, da ohne Hocker dies nur einer von uns beiden tun kann... Ergo setze ich mich hin und schreibe grob zusammengefasst den gesamten Vorgang nieder und sende ihn an die auf der IKEA-Page angegebene Service-Email-Adresse und erhalte auch umgehend eine Empfangsbestätigung. Oha, scheint ja flott zu gehen….da kriegst Du sicher gleich Antwort, endlich! Ja, ich bin naiv….ich weiß…
14.Akt: Zwischenspiel mit der Firma Lastentaxi… Es vergingen abermals 2 Tage, es war nun der 22.06.2011, und es gab keine Reaktion seitens IKEA. Da sich die Firma Lastentaxi wie im Gespräch vom 03.06.2011von Herrn Catalbas zugesagt ja auch nochmal melden wollte und dies in den vergangenen 3 Wochen ebenfalls nicht geschehen war dachte ich mir es wäre doch eine gelungen Abwechslung dort nochmal anzurufen. Gesagt, getan und ich hatte auch sofort Herrn Catalbas in der Leitung. Trotz Nennung der Auftragsnummer schien sich Herr Catalbas nicht so wirklich erinnern zu können, teilte mir mit, dass mich in Kürze jemand anderes aus seiner Firma zwecks Klärung zurückrufen würde. Ah ja...da freuen wir uns doch dann darauf. Da das Telefon mittlerweile bei uns im Haus zum ständigen Begleiter geworden ist und wir überlegen auch auf der Toilette und in der Garage für alle Fälle sicherheitshalber eine Ladestation zu installieren sollte das Warten auf den Rückruf ja keine weiteren Probleme hervorrufen. Überraschenderweise rief dann doch recht zügig ein Herr Meyer zurück (der jedoch auch nicht so ganz zu wissen schien worum es geht) und teilte mir mit dass er sofern jemand zu Hause wäre am nächsten Tag (23.06.2011) zwischen 11.00 - 12.00 Uhr mit dem netten Fahrer bei uns vorbeikommen wollte. Ich wusste zwar nicht warum er dies persönlich machen wollte, aber wer weiß, vielleicht wollte sich da ja jemand persönlich entschuldigen…? Jaja, ich weiß...naiv und so… So wartete ich als am 23.06.2011 auf die Ankunft des Herrn Meyer zwischen 11.00 - 12.00 Uhr und es wird hier niemanden mehr überraschen, dass niemand erschienen ist...mittlerweile konnte mich das jedoch nicht mehr aufregen, Gewohnheit stumpft einen halt ab… Einige Stunden später rief Herr Meyer jedoch an und meldete sich mit „wir hatten bei Ihnen zwischen 11.00 und 12.00 einen Besichtigungstermin wegen der Couch“...Hm...das klang so „offiziell“...und „couch?“ Auf meine Nachfrage kam dann heraus dass Herr Meyer trotz Nennung der Auftragsnummer überhaupt keinen Plan hatte worum es ging, von einer bei Anlieferung zerstörten Couch und deren Besichtigung oder etwas in der Art ausging und sich nach Aufklärung durch mich worum es wirklich ginge mit den Worten verabschiedete „ah, jetzt weiß ich wieder, ich ruf Sie gleich zurück…“ Es wird sicherlich hier niemanden mehr verwundern wenn ich sage, dass dies das letzte war was wir bis heute von der Firma Lastentaxi je gehört haben...
15.Akt: IKEA, es lebt... Plötzlich, ebenfalls am 23.06.2011, zerstört der Klingelton des Telefons die heimische Idylle...wie so oft in letzter Zeit erstarre ich für den Bruchteil einer Sekunde und wühle hektisch in meiner Tasche nach dem Telefon, sicher Herr Meyer, und hebe ab und höre die so lang herbeigesehnten Worte: „Ikea Service Center, Matthias Kröppelien guten Tag…“ Ich spüre wie mich die Emotionen überrennen endlich den erhofften Anruf zu erhalten, ich kann mir nur mit Mühe eine Träne verkneifen und versuche meine vor Überwältigung schluchzende Stimme in den Griff zu kriegen . Mein Blick geht zur Dimple-Flasche…“Mist, leer...darauf war ich nicht vorbereitet, aber da muss ich jetzt durch…“ In der Folge kam heraus, dass Herr Kröppelien meine email vorliegen hatte. Es wurde abermals ein neuer Termin für den Austausch Hocker/Sessel vereinbart für den 04.07.2011, irgendwann im Laufe des Tages, also nochmal 11 Tage warten, sowie abermals für einen Rückruf zwecks abschließender Klärung für den 05.07.2011, man wollte uns dies alles ja noch „in irgendeiner Form wieder gut machen….“ Kurz darauf erhielt ich dies alles von Herrn Kröppelien noch per email bestätigt inkl. abermals der Beteuerung, dass das Verhalten des Fahrers und der gesamte Ablauf der „Anlieferung“ absolut inakzeptabel sei, IKEA selber hier auch nochmals aktiv werden würde und so etwas ja nun gar nicht ginge und man sich nach wie vor ebenfalls überhaupt nicht erklären könne weshalb die bisher vereinbarten Termine einfach ins Leere gelaufen seien. Irgendwie hatte ich das doch alles schon einmal gehört…
16.Akt: ...die Nachlieferung…oder: die wiedermal nicht erfolgte Nachlieferung... 04.07.2011, der Tag wo „Dummi“ endlich rausfliegen soll. Abermals gespannt warten wir den ganzen Tag, aber da Wiederholungen doch ziemlich ermüdend sind mache ich es kurz: Es erschien natürlich wieder mal niemand! Erneut hat man sich den ganzen Tag nicht aus der Wohnung getraut und selbst die banalsten Dinge wie mit dem Hund raus zu gehen mussten abgesprochen werden, damit immer jemand zu Hause ist. Das ganze wegen dem Austausch eines popligen Hockers und der Mitnahme eines falsch gelieferten Sessels. Wenn ich mir vorstelle jemand hätte statt einer Sitzgruppe eine Küche gekauft und dort würden wichtige Teile fehlen tun mir die „Opfer“ nur noch leid… Unser Leben hat sich mittlerweile grundlegend verändert. Fräuchen überlegt Ihrer Freundin die uns IKEA empfohlen hat die Freundschaft zu kündigen, der Verkäufer beim Hit-Markt winkt bereits mit der Dimple-Flasche sobald er einen von uns das Geschäft betreten sieht und ich überlege wie ich Fräuchen von dem Erwerb eines Pax-Kleiderschranks abbringen kann, da dies meine Leberwerte wohl in weitere gesundheitsgefährdende Höhen schießen lassen würde. Täglich finden sich mittlerweile Werbebroschüren der AA in unserem Briefkasten und mit meinem behandelnden Hepathologen bin ich längst per „Du“. Da er jedoch versucht mich zum Kauf eines Pax-Kleiderschranks zu überreden werde ich ihm morgen mein Vertrauen entziehen und mir einen neuen Arzt suchen und ihn der Ärztekammer melden..„Dummi“ wird dafür mittlerweile von unserem Kampf-Yorkshire „Amboss“ als vollwertiges Familienmitglied akzeptiert. Mir dagegen wird mittlerweile jedes mal nur noch schlecht wenn ich diesen viereckigen Schnorrer aus Pappe in unserem Wohnzimmer stehen sehe und ich bilde mir ein, er lacht mich jedes mal ganz leise aus wenn ich an ihm vorbeigehe...ich hasse ihn...wenn Fräuchen nicht da wäre...dem würde ich mal so richtig zeigen wo der Hammer hängt...ich überlege ob es strafbar wäre „Dummi“ einfach an einer Autobahn-Raststätte auszusetzen und wäge die Risiken ab ob man mich erwischen würde...aber morgen ruft IKEA ja erst mal wieder an, Dimple ist auch genug da...das wird lustig und ich nehme mir fest vor diesmal meine ansonsten liebe und nette Art abzulegen und schaue mir zur Einstimmung am Vorabend nochmal „Falling Down“ an, Schluss mit lustig…
17.Akt: Rückruf seitens IKEA Auch hier kurz und knapp: Es meldete sich natürlich auch hier niemand. Verwundert hat uns das jedoch ganz sicher nicht mehr und nun ist der Zeitpunkt gekommen wo wir nicht mehr bereit sind nur noch zu warten sondern selbst aktiv werden.
18.Akt: Schluss mit lustig... Per Email informierten wir am Abend des 05.07.2011 IKEA über die abermals nicht eingehaltenen Termine. Weiterhin haben wir eine Frist bis zum 16.07.2011 für einen letzten Versuch der Nachlieferung gesetzt. Sollte bis dahin abermals nicht nachgeliefert werden, werden wir von unsrem Kauf komplett zurücktreten aufgrund unvollständiger Lieferung. Die Lastschrift unseres Kaufs, welche ich eigentlich sperren lassen wollte wurde am selben Tag als ich dies vorhatte (05.07.2011) kurz vorher eingezogen, selbige werden wir für den Fall der Nichtlieferung am 16.07.2011 zurück buchen lassen. Laut Auskunft unserer Bank innerhalb 2 Wochen überhaupt kein Problem. Um IKEA die Kosten einer zurückgezogenen Lastschrift zu ersparen verzichten wir zunächst hierauf, wir sind schließlich nette Menschen und nach wie vor an einer Einigung interessiert. Weiterhin, sehen wir jedoch nicht mehr ein „Dummi“ hier weiterhin auf unsere Kosten zu beherbergen. Deshalb werden wir ihn, sofern bis zum 16.07.2011 nicht nachgeliefert wird, durch einen entsprechenden Spediteur in unsere Gegend abholen und einlagern lassen was wir ebenfalls per Email mitteilten. Da er schließlich nicht uns gehört und hier nur Gast ist wollen wir nicht riskieren, dass ihm noch irgend etwas zustößt, das wäre ja ganz sicher auch nicht im Sinne von IKEA und in unserer Wohnung lauern doch auf Dauer einige Gefahren für ihn, nicht zuletzt durch unseren Kampf-Yorkshire Amboss! Weiterhin hat Fräuchen mich mit unschlagbaren und nicht zu widerlegenden Argumenten davon überzeugt diesen Erfahrungsbericht über unser „fantastisches erstes Einkaufserlebnis bei IKEA“ zu schreiben und ins WEB zu stellen und zu publizieren, dem ich hiermit nachkomme. Ferner haben wir per Email IKEA darüber informiert, dass wir für die von IKEA zu vertretende mittlerweile knapp 6 wöchige Unterbringung von „Dummi“ analog zu den AGB von IKEA, auch wenn die Lagerkapazitäten in unserem Wohnzimmer erheblich geringer als die in Köln-Godorf sind, aus Kulanz lediglich denselben Satz wie IKEA berechnen, dies wären 2,50€ pro Tag, siehe IKEA AGB. Weitere Forderungen als Ersatz für die Menge an geplatzten Termin inkl. dafür genommenen Urlaubstagen behalten wir uns zunächst vor, selbige wollen wir keinesfalls überhöht stellen, wir sind wie gesagt ja nette Menschen, und deshalb müssen wir uns zunächst erkundigen welche Tagessätze hierfür angemessen sind. Sollten jemandem der dies hier ließt Quellen oder Informationen hierüber bekannt sein wären wir dankbar für einen Hinweis hierauf. Auf diese Email vom 05.07.2011 erfolgte bis dato keine Reaktion, ist ja auch erst 2 Tage her und ich selbst rechne frühestens in 2-3 weiteren Tagen mit einer Antwort; wenn überhaupt…
19.Akt: ...erneute Terminvereinbarung… Am 08.07.2011 wurde von uns zur Kenntnisnahme die Firma Lastentaxi per Email über unser beabsichtigtes weiteres Vorgehen informiert. Weiterhin haben wir diese Firma auf diesen Erfahrungsbericht aufmerksam gemacht, man hatte dort ja offensichtlich, wie erwähnt, größere Erinnerungslücken dies bzgl. Ferner sei hier nochmals erwähnt, dass es bis heute keinerlei Reaktion mehr von dieser Firma gab. Da werde ich sicher vor Ort beim nächsten bereits anstehenden Besuch in Köln-Godorf mal persönlich auf einen Plausch vorbeischauen. Weiterhin möchten wir uns noch sehr herzlich für das per Email angebotene Adoptions-Angebot für den Solsta-Schnorrer bedanken. Da dieser jedoch sowas von verzogen ist denken wir, dass es unzumutbar ist ihn an einen anderen Privathaushalt abzugeben, zumal wir ja offiziell auch gar nicht das Sorgerecht für Ihn haben. Trotzdem jedoch vielen Dank dafür! Ferner haben wir nach 3 Tagen heute eine Email aus dem Service-Center erhalten, dass man unsere Email vom 05.07.2011 erhalten habe und diese mit dem Vermerk „Dringend“ an die Filiale in Köln-Godorf zur weiteren Bearbeitung weiterleiten werde. Wir sind überwältigt. Am 09.07.2011 klingelte kurz nach 11.00 Uhr morgens das Telefon. Mit der mittlerweile antrainierten Schnelligkeit eines Lucky Luke zog ich das Telefon aus der Tasche und es meldete sich Frau Böttcher, IKEA Köln-Godorf. Wie bereits mehrmals geschehen wurde abermals ein neuer Termin vereinbart für den Austausch des Sessels/Hockers (13.04.2011) bei dem wir von unserer Seite ausdrücklich darauf bestanden, dass NICHT die Firma Lastentaxi hiermit beauftragt wird. Frau Böttcher versicherte uns, dass dies kein Problem sei (Hermes würde liefern/austauschen) und sie definitiv dafür sorgen werde, dass der Austausch diesmal endlich klappen würde und sie nötigenfalls sogar einen Außendienst-Mitarbeiter, für den Fall dass beim Service-Partner wider Erwarten doch etwas nicht klappen sollte, mit dem Austausch kurzfristig beauftragen würde. Anschließend kamen wir in unserem Gespräch zu dem Punkt einer angemessenen Entschädigung. Hier bot uns Frau Böttcher sofort einen Warengutschein über 100€ an. Mir erschien dies etwas gering aufgrund der gezahlten 89 € für nicht erbrachte Leistungen, sowie der 6 wöchigen Behausung dieses Solsta Schnorrers bei dem ich mittlerweile das Gefühl habe, dass er sich in den letzten Tagen sogar nachts an meinem Dimple vergreift, und nach einer nochmaligen kurzen Zusammenfassung der gesamten Vorkommnisse sowie einem Verweis auf die AGB der Firma IKEA (2,50 € Lagerkosten pro Tag) und der Bemerkung, dass man Kunden doch sicher analog hierzu bei verschuldetem Verzug dieselben Kosten für eine Lagerung zugestehen würde, war Frau Böttcher sofort bereit den Gutschein auf 200 € zu erhöhen und versicherte diesen am Montag per Einschreiben zu versenden. Dies akzeptierten wir und Fräuchen verschwand sofort ins Schlafzimmer und begann ihre Schuhe zu sortieren in Erwartung eines Pax-Kleiderschranks...ich arme Sau! Alles in allem war dies unabhängig vom Inhalt ein sehr nettes Gespräch und Frau Böttcher wirkte ebenso wie bereits zuvor, zumindest am Telefon, einige andere Mitarbeiter sowohl sehr bemüht als auch freundlich. Vielen Dank dafür an dieser Stelle.
20. Akt: ein roter Teppich für Dummis Auszug… 13.07.2011, abermals ein Tag an dem wir hoffen den Schnorrer endlich los zu werden. Amboss scheint es bereits zu ahnen, heute ist es wirklich soweit, und weicht seinem neuen Freund nicht von der Pelle. Ich dagegen kann nicht umhin jedes mal wenn ich an ihm vorbeigehe laut zu lachen und ihm einen leichten Tritt zu versetzen. Fräuchen dagegen glaubt heute kommt eh wieder niemand. Damit auch ja alles klappt haben wir beschlossen die Mitarbeiter von IKEA auch gebührend zu empfangen und provisorisch einen roten Teppich ausgelegt und ein nettes Willkommenschild aufgehängt, sicher ist sicher...und unsere Nachbarn, regelmäßig über den Stand der Dinge informiert ,lachen sich eh nur noch tot und da macht das jetzt auch nix mehr… Am frühen Nachmittag ist es denn soweit, ein 7,5t´er kommt um´s Eck geschossen, hätte ich eine Kanone, ich hätte mindestens 5x Salut geschossen. 2 Mitarbeiter der Firma Hermes springen heraus, öffnen die Ladeklappe und da ist er endlich: Unser KIVIK Hocker! Dummi wird direkt am Kragen gepackt und in den LKW geworfen. „Ja genau, tut ihm ruhig weh, der hat´s verdient!“. Die ganze Aktion dauert keine 2 Minuten und der Schnorrer ist endlich weg. HURRA! Fräuchen und ich stehen neben dem Karton unseres Kivik Hockers und freuen uns wie kleine Kinder an Weihnachten auf´s Auspacken! 5 Minuten später steht der Hocker mit seinem Bezug an dem für ihn vorgesehen Platz. Fräuchen haut sich direkt auf die Couch und parkt die Beine auf dem Hocker, Amboss schnüffelt noch etwas skeptisch um den neuen Bewohner herum, verliebt sich aber 3 Minuten später unsterblich, der ist ja auch sowas von weich...der perfekte Schlafplatz für ihn, wenn da Fräuchens Beine nicht werden… Ich siniere über die letzten Wochen, den ganzen Ärger, die ganzen geplatzten Termine und darüber, was uns das Ganze jetzt unterm Strich gebracht. Zum einen natürlich die Couch so wie wir sie wollten, dazu für den Ärger und Warengutscheine in Höhe von 313 €, naja...da sollte man ja eigentlich unterm Strich doch mit leben können und unter diesen Umständen kann man es ja ruhig nochmal mit IKEA probieren, das alles kann ja nur die unrühmliche Ausnahme gewesen sein und beim nächsten mal läuft es garantiert gaaaanz anders. Wehe es denkt jetzt einer von euch: „wie naiv...!“ ...nehmt einem Mann nicht seine Hoffung, sowas kann in´s Auge gehen... Fräuchen hängt bereits am Pax-Planer auf der IKEA HP während ich die zufällig gefunden Aufbauanleitungen im WEB hierfür herunterlade. Ah ja...alleine 28 Seiten nur für die Schwebetüren...na Super…herzlichen Glückwunsch...27.174 Schrauben, kinderleicht aufzubauen...das hier war wohl doch alles erst das Vorspiel und der Höhepunkt folgt dann im September/Oktober beim Aufbau eines Pax-Kleiderschranks, sowie dem von vielen erhofften zweiten Erfahrungsbericht...darauf sicherheitshalber dann doch erst mal einen Dimple und anschließend direkt einen Termin für Oktober beim Hepatholgen machen...und wenn man eh einmal am Telefon hängt, dann kann man ja auch mal freundlich bei der Stadt anfragen ob die nicht bereit wären für den Rest des Jahres einen Alt-Glas-Container vor unserem Haus zu deponieren...was wir da an Sprit sparen würden…
Epilog Es ist Abend, wir sitzen gemütlich auf unserer neuen Couch und fühlen uns pudelwohl. Der TV läuft, „Amboss“ liegt zu unseren Füßen und wacht über sein Rudel, die Dimple-Bestände sind aufgefüllt und das Leben könnte nicht viel schöner sein… Plötzlich im TV ein Werbespot von IKEA. Ich spüre wie meine Halsschlagader zu pochen beginnt, mein Herz beginnt kräftiger und schneller zu schlagen und Adrenalin durchflutet meinen Körper. In Sekundenbruchteilen ist meine Stirn von kaltem Schweiß bedeckt. Dann die Stimme aus dem TV: „Wohnst Du noch oder lebst Du schon?“ Mein Herzschlag wird noch schneller und ich spüre wie etwas meine Brust einzuschnüren scheint und mir das Atmen schwerfällt. Es stimmt, es ist wirklich wahr...selten habe ich es so intensiv gespürt: ICH LEBE...noch! Das nenne ich mal eine Werbung auf den Punkt… Fräuchen bemerkt meinen bedrohlichen Zustand und reicht mir direkt den Dimple...der erhöhte Alkoholkonsum hat längst die 10% Gutschrift aufgefressen...ich überlege was günstiger ist, die 10% einfach verfallen zu lassen und Fräuchen irgendwie von dem Pax-Kleiderschrank System abzubringen, oder das Risiko der möglichen Kosten für die Zahlung des Eigenanteils für eine evtl. dann nötige Leber-Transplantation…Aber vielleicht hätte ich ja bei einem Kleiderschrank auch mal Glück und genau diese Teile die Fräuchen unbedingt haben will, wo „Frau“ ihre dutzenden Schuhe im Kleiderschrank deponieren kann, würden fehlen... dann würden gezwungenermaßen endlich mal 30 Paar Schuhe aus der Wohnung fliegen…die nerven mich nämlich auch so sehr, dass ich ihnen bald Namen gebe…
ENDE |